Gemeinsam Strom erzeugen, nutzen und sparen
Energiegemeinschaften eröffnen eine spannende Möglichkeit: Sie können gemeinsam mit anderen Betrieben, Gemeinden oder auch Privatpersonen erneuerbaren Strom erzeugen, teilen und selbst nutzen. Das senkt nicht nur die Energiekosten, sondern bringt auch mehr Unabhängigkeit und stärkt die regionale Zusammenarbeit.
Was muss man dafür tun?
Der Einstieg in eine Energiegemeinschaft ist leichter, als viele denken. Hier die wichtigsten Schritte:
Zuerst braucht es Gleichgesinnte – also Partner in räumlicher Nähe, die mitmachen wollen. Das können Unternehmen im selben Gewerbepark sein, aber auch ein lokaler Installateur, eine Gemeinde oder ein anderer Betrieb in der Nähe. Entscheidend ist, dass alle Beteiligten am selben Netz hängen (Niederspannungs- oder Mittelspannungsnetz).
Hat man eine Gruppe beisammen, gilt es, eine passende Rechtsform zu wählen. Viele entscheiden sich für einen Verein oder eine Genossenschaft – je nachdem, wie groß die Gemeinschaft ist und wie viel Struktur sie braucht.
Danach werden Verträge zwischen den Mitgliedern aufgesetzt, in denen geregelt ist, wer wie viel Strom liefert, wie verteilt wird und wie abgerechnet wird. Gleichzeitig müssen die technischen Voraussetzungen geschaffen werden: Alle Teilnehmer benötigen digitale Stromzähler („Smart Meter“), damit die Stromflüsse korrekt erfasst werden können.
Ist das geschafft, folgt die Anmeldung beim Netzbetreiber. Dabei werden u.a. die Zählpunktnummern und die Lage der Anlagen übermittelt. Nach erfolgreicher Registrierung kann die Energiegemeinschaft offiziell loslegen – und ab dann fließt nicht nur Strom, sondern auch echte Einsparungspotenziale.
Welche Vorteile bringt das mit sich?
1. Reduzierte Energiekosten:
Durch den gemeinsamen Verbrauch von lokal erzeugtem Strom kann jeder von niedrigeren Strompreisen profitieren. Zudem entfallen bestimmte Abgaben, wie die Elektrizitätsabgabe und der Erneuerbaren-Förderbeitrag, was zu weiteren Einsparungen führt.
2. Geringere Netzentgelte:
Mitglieder einer Energiegemeinschaft können bis zu 60 % an Netzgebühren sparen, insbesondere wenn der Strom lokal erzeugt und verbraucht wird.
3. Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit:
Durch die lokale Erzeugung und Nutzung von Strom wird die Abhängigkeit von externen Energieversorgern reduziert, was die Versorgungssicherheit erhöht.
Unser Tipp: Wer ohnehin in eine PV-Anlage investiert oder seine Stromkosten langfristig senken möchte, sollte die Option Energiegemeinschaft unbedingt prüfen – besonders, wenn sich passende Partner in der Nähe befinden.